24.11.2018 - In Richtung Camino Frances...
Bisher zurückgelegte Strecke: 703 Km
Tagesetappe: 22 Km
Von Sobrado Dos Monxes nach Arzúa
Gesamte Strecke auf dem Camino: 725 Km
Obwohl eigentlich alle Pilger gegen acht Uhr die Herberge des Kloster verlassen haben sollten schlafen alle munter weiter. Erst als die Uhrzeitglocken wieder munter alle Viertelstunde schlagen gibt's Bewegung im Zimmer.
Ein emsiges Gepacke geht los. Ich verlasse als letzter mit einem spanischen Radpilger das Kloster.
Es nieselt bereits etwas und ich bin gespannt, was mich heute noch erwartet. Aber erst einmal gibt's einen Kaffee mit einem Croissant.
Dann schwinge ich mich aufs Rad und starte in den Tag. Bis auf ein paar kleine Steigungen geht es nun eher bergrunter oder in einer Höhe voran.
Leider wird der Regen immer dichter. Da hilft es wenig, dass es kaum windet. Ich habe echt Schwein, dass die Jacke, die ich mir vor meiner Abreise zugelegt habe richtig dicht ist.
Selbst meine lange Radlerhose lässt keinen Regen durch. Auch meine alten Wanderschuhe bleiben innen trocken und nur das Leder außen wird feucht.
Die leichten Halbschuhe, mit denen ich 2016 unterwegs war und die ich eigentlich anziehen wollte, wären längst durchweicht und ich hätte eiskalte Füsse.
Nach ca. 20 Kilometern erreiche ich die Stadt Arzua, welche nun bereits auf dem eigentlichen Jakobsweg, dem Camino Frances, liegt.
Dort habe ich bereits 2012 Halt gemacht und dieses ist auch für heute genug für mich.
Außerdem regnet es jetzt so heftig, dass ich froh bin überhaupt noch halb trocken zu einer Unterkunft zu kommen.
Da es noch früh ist, ist heute mal ein Mittagessen angesagt, so lässt es sich abends besser schlafen.
Pulpo auf galizische Art Stand schon von Anfang an auf meiner Wunschliste. Heute erfülle ich mir den Traum.
Gut gesättigt kehre ich durch heftigen Regen zurück in die Herberge und komme endlich dazu meinen Blog zu pflegen...
Entspannt lasse ich so den regnerischen Tag ausklingen und ein paar vergangene Tage revue passieren...
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