22.11.2018 - In der Höhe unterwegs...

Bisher zurückgelegte Strecke:  645 Km

Tagesetappe:    29 Km
Von Vilalba nach Seixón
Gesamte Strecke auf dem Camino: 674 Km

Ein erster Blick auf die Wetterdaten zeigt mir am Morgen, dass es eigentlich wenig Spaß macht bei 6 Grad in den Tag zu starten. Aber ich möchte wenigstens ein paar Kilometer heute zurücklegen um meinen nächsten Ziel Santiago etwas näher zu kommen.
Als drehe ich mich zwar noch ein paar mal um, stehe aber dann doch auf um zu packen.

Wir immer gönne ich mir einen Kaffee und ein paar Churros in einer Bar.
Dann noch schnell etwas Mittagessen eingekauft und los geht es in Richtung Baamonde. Zum Glück ist es für den Moment nur kalt und windig.
Wie gewohnt fahre ich so Kilometer für Kilometer in Richtung Baamonde.
Immer so zwischen 450 und 500 Meter Höhe.
Die Sonne, die hin und wieder durch die Wolken dringt wärmt ein wenig.

Trotzdem erreiche ich gegen frühen Nachmittag das Örtchen Baamonde, dass laut Pilgerreiseführer zwar ein Etappenziel, sonst aber so gar nichts zu bieten hat. Also, in die Pedale treten, schnell durch und weiter.
Da Morgen eine größere Bergetappe ansteht ist jeder Kilometer den ich heute hinter mich bringen Morgen nicht auch noch zu bewältigen.

Außerdem ist es auf der nun folgenden Strecke nicht immer sicher eine offene Herberge zu finden. Da kommt es gut, wenn ich noch etwas Spielraum habe.
Jetzt muss ich mich nämlich von der Bundesstraße abwenden und kleinen Dorfsträsschen folgen. So komme ich durch viele kleine Dörfchen, die so groß sind, dass man sich beeilen muss den Ortsnamen zu lesen bevor das Ortsende erreicht wird.
Durch einen Anruf hatte ich schon erfahren, dass die erste mögliche Herberge leider heute zu hat.
Also geht es noch ein paar Dörfer weiter.
Hier habe ich mehr Glück und finde eine saubere und moderne Herberge, die an eine Bar/kleines Lokälchen angeschlossen ist. Sogar mit einem Mini-Supermarkt. Wohl aber eher etwas für die Pilgerhauptsaison.
Der Sohn des Hauses ist gleichzeitig der Hospitalero und der Wirt für Abends in der Bar.
Er ist sehr bemüht und schmeißt gleich zwei Heizlüfter an.
Es gibt eine warme Dusche und ordentliche Betten. Die unteren Betten der Stockbetten sind sogar extrabreit.

Die Mutter des Hospitaleros ist die Köchin der Bar und so gönne ich mir ein kleines Pilgermenü.
Makkaroni Auflauf als Vorspeise, gebratenes Lamm als Hauptgang und Schafskäse mit leckerem Quittengelee zum Nachtisch. (Nudelsuppe, Paella, Santiagotorte)
Nach einem kleinen Abstecher über den kleinen Supermarkt falle ich erschöpft auf meine Matratze.

Kommentare

Beliebte Posts