09.11.2018 - Ab in die Steinzeit...

Bisher zurückgelegte Strecke:  200 Km

Tagesetappe: 38 Km
Von Santilliana del Mar nach San Vincente der la Baquera
Gesamte Strecke auf dem Camino: 238 Km


Auch wenn ich heute Nacht ein einzelnes Zimmer hat und nicht in einem Großraumschlafsaal schlafen musste, wird es Recht früh laut. Eine Gruppe koreanischer Fusspilger macht sich in den Nebenzimmern bereit für die nächste Etappe. Also entscheide ich mich auch zum Aufstehen und genieße noch ein kleines Frühstück im alten Convent. 

Dann geht es noch Mal ins Örtchen, dass ich mir noch mal bei Tageslicht ansehen möchte. Ein Besuch in der Kirche und dem angrenzenden alten Kloster ist dabei auch noch drin.

Doch dann ist erst Mal ein Abstecher drin.

Eine der Sehenswürdigkeiten, die sicherlich auch zur Bekanntheit des kleinen Ortes geführt hat, ist die Entdeckung von steinzeitlichen Höhlenmalereien. Die Höhlen wurden im Jahre 1868 entdeckt und wurden besonders in den 60 Jahren des vorigen Jahrhunderts als prähistorische Sensation gefeiert. Die Zeichnungen von Hirschen, Bisons, Pferden und Wildschweinen wurden mit HolzkohleRötel, schwarzer Manganerde und Ockererde, gemischt mit  Fett oder Eiweiß, auf die Höhlendecke gemalt.

Dieses wird auf eine Zeitspanne von vor ca. 18.000 bis 13.000 Jahre datiert. Hierzu fand man Nachweise zur Bewohnung der Höhlen.

Leider mussten die Höhlen im Jahre 1979 gesperrt werden, weil die durch die Besucher in die Höhle eingebrachte wärmere Luft drohte die Malereien zu zerstören.

Daraufhin hat man in aufwendigen Vermessungs- und Bauarbeiten eine originalgetreue Kopie der Höhlen mit Malereien hergestellt. Diese kann nun den Besuchern zugänglich gemacht werden.

Nach dem Besuch dieses beeindruckenden Zeitdokuments fahre ich in Richtung Santillana zurück und folge weiter dem Camino dem Norte.

So langsam wird es auch schon Abend, als ich nach dem überfahren einer langen Brücke den Hafenorten San Vincente der Lage Barquera erreiche. Von meinem Navi lasse ich mich nun zu der Herberge leiten, die ich in meinem Reiseführer und in einem spanischen Caminos gefunden habe. Als ich erkenne, dass die Herberge und die passende Kirche auf einer Anhöhe über der Stadt liegen, kaufe ich schnell noch ein paar Vorräte ein.

Dann heißt es mein Rad den Berg hinauf zu schieben. Leider muss ich dann oben ausser Puste feststellen, dass die Herberge doch über die Wintermonate zu hat. So ein Mist.

Also wieder runter in die Stadt und nach einer Alternative suchen. In einer kleinen Pension finde ich noch ein freies Zimmer. Aber immerhin hat das Zimmer einen Balkon auf dem ich mein Rad parken kann.

Nach dem Duschen folgt ein Stadtspaziergang bei welchem ich auf ein Fischrestaurant stosse. Dort gönne ich mir für den Herbergsfrust eine leckere Fischplatte mit unterschiedlichen Fischen, Krabben, Tintenfisch und Muscheln.

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