02.11.2018 - Jetzt geht es endlich los...

Heute zurückgelegte Flugstrecke: ca. 1.500 Km
Mit dem Rad: 24 Km

... gegen viertel vor Sieben soll mein Flug ab Hamburg starten.

Also war es nur eine kurze Nacht. Um halb zwei konnte ich nicht mehr schlafen und habe versucht die letzten Sachen zu verstauen.
Gegen kurz vor Vier starten Aenne, die so nett ist mich zum Flughafen zu bringen, und ich Richtung Hamburg durch die Nacht. Zum Glück sind aufgrund der frühen Stunde die Strassen noch recht frei.

So kommen wir zum Einchecken rechtzeitig am Airport an. Alles ein bisschen Geschleppe mit dem grossen Fahrradkarton.

Blöderweise trödle ich dann doch zu lange herum, sodass ich dann durch die Personenkontrolle und den weiten Weg zum Abfluggate so viel Zeit verbrauche, dass man mich nicht mehr an Bord lässt. Man teilt mir nett mit, dass man mein Gepäck wieder ausgeladen habe.
So eine Sch......e.
Dann das Gesuche nach meinem Gepäck. Ich finde es zu guter Letzt ganz verlassen zwischen zwei Gepäckbändern im Abflugbereich.

Nun was tun? Zum Glück erwische ich noch einen späteren Flug in Richtung Düsseldorf, wo ich dann noch den eigentlichen Weiterflug erwische.

Gegen viertel vor 13:00 Uhr landet mein Flieger in Bilbao und das mit mir und all meinem nötigen Gepäck.
Jetzt geht es wieder darum die sperrigen Klamotten durch den Flughafen zu wuchten.
Zum Glück gibt es im Eingangsbereich ein paar Sitzgruppen, wo ich mir erst mal meine "Werkstatt" einrichte.

Jetzt geht es darum mein Rad wieder zusammenzubasteln und dann den restlichen  Inhalt aus Karton und Rücksack auf die Satteltaschen zu verteilen.
Gegen 15:00 Uhr ist alles geschafft. Ein freundlicher Flughafenmitarbeiter "klaut" mir meinen Fahrradkarton. So muss ich mich nicht mehr um die Entsorgung kümmern.
Jetzt geht es in Richtung Bilbao selbst, da auch hier der Flughafen natürlich ausserhalb liegt.

Da normalerweise niemand mit dem Rad zum Flughafen fährt und nur Spinner wie ich dort mit dem Rad starten ist das nicht ganz einfach.
Über diverse autobahnähnliche Schnellstrassen und hässliche Industrievororte kämpfe ich mich in Richtung Stadt.
Hier wird schon wieder mal schnell klar, dass spanische Küste nicht deutsche Küste ist.
Während man bei uns ja schon kilometerweit sehen kann wer Mittags zum Kaffee kommt, heisst das hier, dass da wo die Wellen ausklingen auch schon die Berge anfangen.

Also Caminobeginn mit Strampelakt. Egal, irgendwann erreiche ich Bilbao und verbrauche fast so viel Zeit meine Pension zu finden wie bis hierher zu radeln.
Nachdem ich dann endlich meine Unterkunft gefunden habe muss ich erfahren, dass es absolut keinen Platz für mein Fahrrad gibt.

Da es mir zu riskant ist es einfach auf der Strasse zu lassen brauche ich eine schnelle Alternative. Die finde ich in einem Mitarbeiter eines Farbengeschäftes um die Ecke. Dieser erlaubt mir mein Rad über Nacht in seinem Lager unterzustellen.
So kann ich entspannt ins Bett gehen und den langen und aufregenden Tag beenden.

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